Als Schüler der Sophisten möchte Isokrates mit seiner παιδεία λόγων/paideia logon einen Beitrag zur Bildung leisten. Hegel hat diesen sophistischen Anspruch angemessen hervorgehoben. Die Bildungsdebatte fällt indes in eine Zeit des Umbruchs, ähnlich dem am Ende der römischen Republik. Der Redner schafft eine neue dimissive Form der politischen Kommunikation, indem er politische Leitartikel verfasst, mit denen er auf bestimmte Kreise einwirken will. Im Panegyrikos formuliert er ein Narrativ von der großen Vergangenheit Athens, deren symbolische Macht immer noch ungebrochen sei. Das dient ihm als Argument für den Führungsanspruch Athens in Hellas. Soziologisch betrachtet ist dieser von Hegel herausgehobene Bildungsgedanke auch von politischer Wirkung. Die niemals gehaltenen Reden des Isokrates beweisen dies.

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